An der Theodosianischen Mauer

Das Modell der hier abgebildeten, sogenannten „Theodosianischen Mauer“ ist Teil der Stadtbefestigung zu Konstantinopel, der einst Spätrömischen Hauptstadt. Es ist eine, für Lego-Verhältnisse, angepasste Kopie des noch heute gut erhaltenden Abschnittes. Im Mittelpunkt befindet sich das „Goldene Tor“ (Porta Aurea), durch welches u.a. die Kaiser nach Siegeszügen in die Stadt einzogen. Es war mit drei Durchgängen das größte und prächtigste einer Reihe von Stadttoren. Rechts und links davon wird die Stadtmauer angedeutet.

Die Befestigung wurde zu Beginn des 5. Jahrhunderts unter der Regentschaft des Kaisers Theodosius II. zum Schutze der Residenz erweitert, da die Stadt auf Grund der gestiegenen Bevölkerung ( 500.000 ) über die alte „Konstantinische Mauer“ hinauswuchs. Außerdem wollte man nicht das gleiche Schicksal wie die West-Römische Residenz „Rom“ teilen, die durch Germanen geplündert wurde. Folglich bestand nur die Möglichkeit, die „Landmauer“ um 2 Km nach Westen zu verlegen, da die Stadt im Norden, Osten und Süden vom Meer umgeben war. Mit einer Länge von ca. 7 Kilometern (mit den Seemauern 20 Km) und einem einzigartigen, dreistufigem Verteidigungssystem, war die Mauer des Theodosius bis ins 15. Jahrhundert die wohl stärkste Festung der damaligen Welt.

Sie wurde nur ein einziges Mal mit Einsatz der gerade erfundenen Kanonen durch die Türken am 29.05.1453 überwunden. Die Belagerung dauerte sieben Wochen, bei ca. 80.000 Angreifern gegen ca. 7.000 – 10.000 Verteidigern.

Die Eroberung der Hauptstadt bedeutete das Ende des über 2.000 Jahre währenden Reiches.

Daten zum Model

Eingebrachte Steine: ca. 18.000

Maße: 1,90 m x 1,10 m

Geschichte

– 531 nach Christus –

Es ist ein überaus warmer Sommermorgen. Schon früh treffen fahrende Händler aus verschiedenen Gegenden des Reiches ein, um auf den zahlreichen Märkten der Stadt ihre Güter anzubieten. Neben ihnen zieht es auch Bauern und Kleinhändler aus der Region an, die allerlei Waren des Umlandes mitbringen. So manch einer hat hier schon beim Handeln sein Glück gefunden und kehrte als reicher Mann auf den Gutshof zurück oder zog direkt in die Metropole. Denn jeder wollte in der „Königin aller Städte“ leben.

Immer streng von Wachposten überwacht, durchschreiten Händler, Handwerker, Reisende und allerlei anderes Volk die schon 84 Jahre alten und noch überaus prunkvollen Stadttore. Sie schimmern durch ihre Goldverzierungen bis weit in die ferne, als wären sie erst vor kurzem von Kaiser Theodosius II. in Auftrag gegeben worden. Doch Plötzlich ertönt das Horn der Stadtwache. Eine Einheit bewaffneter Legionäre schreitet rasch von ihren Posten zur alten Holzbrücke über dem Stadtgraben. Der Bereich wird weiträumig abgesperrt. Währenddessen versammeln sich rings um immer mehr Schaulustige, um den Grund für dieses Treiben herauszufinden. Die Ursache hierzu lässt nicht lange auf sich warten.

Von der Steilrampe der anderen Seite der Bücke her, marschieren im Gleichschritt Legionäre heran. Dicht gefolgt von einem Geleitzug aus fremdartig gekleideten Gestalten auf Pferden. Sie führen schwerbeladene Kamele mit sich. Nicht das es ungewöhnlich ist, dass Handelskarawanen von weit her in die Stadt ziehen um ihre Waren zu verkaufen. Doch warum dieser Aufruhr?

Nun zu den Bildern:

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

An der Theodosianischen Mauer

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